Dubois, Jean A.:
Leben und Riten der Inder. Kastenwesen und Hinduglaube in Südindien um 1800.
Übers. u. hrsg. v. Thomas Kohl. Mit Anmerkungen, Korrekturen und der Biografie v. Henry K. Beauchamp sowie einem Vorwort von Friedrich M. Müller. Nach einem Manuskript v. Gaston-Laurent Coeurdoux.
Gebunden, 671 S., m. 33 Abb. u. Ktn.-Skizzen. 24,5 cm Rückenhöhe. Bielefeld : Reise Know-How 2002. ISBN 3-8317-1111-9.
Fester Ladenpreis € 35,00

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Inhaltsübersicht
(aus technischen Gründen hier ohne die korrekten Devanagari- bzw. Sanskrit-Transkriptionszeichen)

Einleitung

Vorwort des Herausgebers Henry K. Beauchamp zur dritten englischen Ausgabe von 1906

Vorwort von Friedrich Max Müller

Vorwort von Jean Antoine Dubois

Teil I: Allgemeiner Überblick über die Gesellschaft in Indien und allgemeine Bemerkungen über das Kastensystem

Kapitel 1:
Einteilung und Unterteilungen der Kasten – Kasten in bestimmten Provinzen – Besondere Gepflogenheiten bei einigen Kasten – Unterteilungen der Kasten, die auf Herkunft beruhen – Unterordnung der Kasten – Äußerliche Zeichen bestimmter Kasten – Einteilung von Kastengruppen in Rechtshänder und Linkshänder

Kapitel 2:
Vorteile der Kasteneinteilung – Ähnliche Einteilungen bei vielen Völkern des Altertums

Kapitel 3:
Ausschluss aus der Kaste – Fälle, in denen solche Degradierung verhängt wird – Von wem sie verhängt wird – Wiederaufnahme in die Kaste – Methoden, sie zu bewirken

Kapitel 4:
Hohes Alter und Ursprung der Kasten

Kapitel 5:
Die unteren Śūdra-Klassen – Parias – Chucklers oder Schuster und andere niedrige Kasten – Verachtung, mit der sie gestraft werden – Parias als ausgesprochene Sklaven – Wäscher, Barbiere und andere – Missachtung, in die die mechanischen Künste geraten sind – Nomaden und Vagabunden – Zigeuner – Quacksalber – Gaukler – Wilde Stämme usw.

Kapitel 6:
Die Armut der Inder – [Einkommens- und Gesellschaftsschichten; tk]

Kapitel 7:
Der mythische Ursprung der Brahmanen – Ihr Name und ihre ursprünglichen Gründer – Vermutungen über ihren wahren Ursprung – Buddhisten und Jains

Kapitel 8:
Verschiedene Arten von Brahmanen – Äußerliche Zeichen, an denen man sie erkennt

Kapitel 9:
Die verschiedenen Schulen des Hinduismus – Vishnuiten und Śivaiten – Die äußeren Anzeichen und Gebräuche, die jeder eigen sind – Das Pavadam – Der gegenseitige Hass und die Auseinandersetzungen zwischen den Schulen – Grund für die Abneigung der normalen Brahmanen für die Vishnuiten-Brahmanen und die der anderen Schulen – Unterteilungen der beiden Hauptrichtungen

Kapitel 10:
Die gurus oder Hindu-Priester – Porträt eines wahren guru – Ihre weltliche und geistliche Macht – Die Furcht und der Respekt, den sie hervorrufen – Kirchliche Hierarchie aus höheren und niedrigeren Priestern – Ehren, die man ihnen erweist – Priesterinnen

Kapitel 11:
Purohitas oder Priester, die bei öffentlichen oder privaten Zeremonien amtieren – Der Hindukalender, der von den purohitas veröffentlicht wird

Kapitel 12:
Mantras – Ihre Wirksamkeit – Die Gāyatrī – Das Wort "Aum" – Magische mantras

Kapitel 13:
Erklärung der wichtigsten Zeremonien der Brahmanen und anderer Kasten – Das samkalpa – Pūjā – Arāti – Aksatas - Pavitra – Sesam und Darbha-Gras – Punyāha-vācana – Pañcagavya – Reinigung von Plätzen, wo Zeremonien stattfinden – Pandals oder Pavillons aus Blättern

Kapitel 14:
Zeremonien bei der Entbindung einer Frau – Zeremonie für Kleinkinder

Teil II: Die vier Stadien des Brahmanenlebens

Kapitel 1:
Das Brahmacarya – Zeremonie des Upanayana oder der Investitur mit der dreifachen Schnur

Kapitel 2:
Verhalten des Brahmacārin – Zu befolgende Regeln – Rechte, die durch die Investitur mit der Schnur erworben werden – Die sechs Vorrechte der Brahmanen – Die Veden

Kapitel 3:
Äußerliche Verunreinigungen – Die Sorgfalt, die ein Brahmane an den Tag legen muss, um sie zu vermeiden – Sein Verhalten in dieser Hinsicht – Mittel zur Reinigung

Kapitel 4:
Innere Verunreinigungen – Abstinenz von allen berauschenden Getränken und von allem, was Leben in sich trug – Besonderer Abscheu der Brahmanen vor Kuhfleisch – Ihr Abscheu vor Europäern, die es in aller Öffentlichkeit essen

Kapitel 5
: Verunreinigungen der Seele und Mittel der Reinigung – Bevorzugte Plätze – Sünden, für die es keine Vergebung gibt – Vermutungen über den Ursprung der brahmanischen Bräuche hinsichtlich Verunreinigung und Reinigung – Unreinheit der Europäer und ein Abenteuer, das dem Verfasser in diesem Zusammenhang begegnete

Kapitel 6:
Heiraten zwischen Brahmanen und anderen Hindus – Zölibat – Die, die unverheiratet bleiben – Polygamie nur bei der Oberschicht gestattet – Die beiden Geschlechter kommen beinahe gleich häufig vor – Unauflöslichkeit des Ehebundes – Wie Ehen arrangiert werden – Vorbereitungszeremonien – Feierliche Zeremonien am ersten und zweiten Tag – Heiraten bei den Śūdras – Heiraten bei den Ksatriyas – Pflichten nach der Heirat

Kapitel 7:
Der zweite oder grhastha-Lebensabschnitt des Brahmanen – Lebensregeln, die der grhastha täglich befolgen sollte – Einleitung – Formalitäten, die bei der Verrichtung der Notdurft und beim Waschen zu beachten sind – Wie man sich die Zähne putzt – Samdhyā, Teil 1: Regeln hinsichtlich der rituellen Reinigungen – Abfolge der täglichen Beschäftigungen – Regeln beim Essen und beim Zubettgehen - Sa/dhyā, Teil 2: Mantras, aus denen die Samdhyā besteht - Samdhyā am Morgen, am Mittag und am Abend – Zusammenfassung – Bemerkungen

Kapitel 8:
Brahmanisches Fasten – Der Brauch, Kopf und Körper mit Öl einzureiben – Die Unmäßigkeit der Brahmanen – Ihre skrupelhafte Befolgung der Gebräuche – Überlegungen dazu – Ihre samārādhanas oder öffentlichen Feste – Śūdra-Feste

Kapitel 9:
Nahrungsmittel, die für Brahmanen ausdrücklich verboten sind – Geheime Rituale – Der abstoßende śakti-Ritus

Kapitel 10:
Die verschiedenen Tätigkeiten der Brahmanen

Kapitel 11:
Religiöse Toleranz der Brahmanen – Ihre Indifferenz hinsichtlich der eigenen Religion – Ihr erhabener Gottesbegriff – Vergleich mit den griechischen Philosophen – Zustand der Christengemeinden – Politische Intoleranz und leere Anmaßung der Brahmanen

Kapitel 12:
Moral der Brahmanen – Ihre Doppelzüngigkeit und ihre Verstellung – Ihr Mangel an Sohnesliebe – Ihre Maßlosigkeit – Gründe ihrer Verworfenheit – Laster gegen die Natur – Äußere Wohlanständigkeit – Keuschheit ihrer Frauen – Brahmanische Methoden der Rache – Brahmanischer Egoismus

Kapitel 13:
Äußeres Erscheinungsbild der Brahmanen und anderer Inder – Körperliche Mängel – Bemerkungen über die kakrelaks oder nachtsichtigen Albinos, wie die Naturforscher sie nennen, die nach ihrem Tod nicht bestattet werden dürfen – Andere Inder, denen man diese letzte Ehre ebenfalls verweigert – Exhumierung von Leichen – Schwache Konstitution der Inder – Dieselbe Schwäche tritt auch im Tier- und Pflanzenreich auf – Schwäche der geistigen Begabung – Sprache der Brahmanen – Ihre Kleidung – Ihre Häuser

Kapitel 14:
Fragen der Etikette bei den Brahmanen und den anderen Indern – Verschiedene Arten, sich zu begrüßen

Kapitel 15:
Schmuck der Inder – Besondere Kennzeichen, die sie sich auf dem Körper anbringen

Kapitel 16:
Die Frauen der Brahmanen – Die Erziehung der Frauen – Zeremonien, wenn sie das heiratsfähige Alter erreichen, und während der Schwangerschaft – Die Geringschätzung, mit der die Frauen im Privatleben behandelt werden – Der Respekt, der ihnen in der Öffentlichkeit gezollt wird – Kleidung und Schmuck

Kapitel 17:
Verhaltensregeln für verheiratete Frauen

Kapitel 18:
Trauern – Der Witwenstand – Die allgemeine Geringschätzung von Witwen – Verbot der Wiederverheiratung

Kapitel 19:
Der Brauch, der mitunter Witwen verpflichtet, sich lebendig auf dem Scheiterhaufen ihres verstorbenen Mannes verbrennen zu lassen

Kapitel 20:
Adoption – Regeln hinsichtlich der Aufteilung des Vermögens

Kapitel 21:
Die Bildung der Brahmanen – Ihre Akademien – Astronomie – Astrologie – Magie

Kapitel 22:
Die Poesie der Inder

Kapitel 23:
Brahmanische Philosophie – Die Sechs Sekten, sas-matha genannt – Die Lehre der Buddhisten

Kapitel 24:
Chronologie der Brahmanen – Das Zeitalter der Großen Flut

Kapitel 25:
Briefstil der Brahmanen – Die indische Schrift

Kapitel 26:
Indische Fabeln

Kapitel 27:
Indische Erzählungen

Kapitel 28:
Niti Ślokas oder Moralische Gedichte

Kapitel 29:
Die Bestattungszeremonien der Brahmanen

Kapitel 30:
Zeremonien, die nach der Bestattung zu Ehren des Toten ausgeführt werden

Kapitel 31:
Der dritte Lebensabschnitt der Brahmanen, der so genannte vānaprastha oder Bewohner der Wildnis – Der Respekt gegenüber den vānaprasthas – Vermutungen über ihren Ursprung – Vergleich zwischen ihnen und den Weisen Griechenlands und anderen Philosophen des Auslands – Lebensregeln der vānaprasthas – Ihre Entsagung der Welt und ihrer Sinnengenüsse – Ihre moralischen Tugenden

Kapitel 32:
Opfer der vānaprastha-Brahmanen – Das yajña-Opfer – Das kleinere yajña – Das größere yajña – Die Giganten, die Feinde der vānaprasthas

Kapitel 33:
Buße als Mittel zur Seelenreinigung - Die Buße der vānaprasthas – Moderne Gymnosophisten oder Nackte Büßer – Reinigung durch Feuer

Kapitel 34:
Der vierte Lebensabschnitt der Brahmanen, der samnyāsin – Vorbereitung auf [und Zeichen der Berufung für] diesen heiligen Stand – Initiationsriten – Regeln, die er zu befolgen hat

Kapitel 35:
Die Hauptpflichten eines samnyāsins – Meditation: Die verschiedenen Stadien; woraus sie besteht und wie die indischen Gläubigen sie praktizieren – Allgemeine Bemerkungen – Parallelen zwischen den indischen samnyāsins und christlichen Asketen

Kapitel 36:
Bestattungszeremonien der brahmanischen samnyāsins

Teil III: Religion

Kapitel 1:
Ursprung des trimūrti und der ursprünglichen Bilderverehrung der Inder – Vergleich zwischen griechischen und indischen Gottheiten – Besondere Bilderverehrung der Hindus – Verehrung der Elemente, die in der trimūrti dargestellt sind

Kapitel 2:
Die Seelenwanderung – Erklärung dieser Religionslehre – Sündenbußen – Die Inder als Urheber der Lehre von der Seelenwanderung – Unterschiede zwischen ihnen und den Griechen in diesem Punkt – Naraka oder die Hölle; Höllenstrafen – Wohnsitze der Seligen

Kapitel 3:
Hindufeste – Das Neujahrsfest – Das Fest der Haushaltsgötter – Totengedenktage – Schulfeste – Feste zu Ehren der Schlangen – Militärische Festtage – Das Lampenfest – Opfer an Pflanzen – Festtage der Lingāyats – pongol-Zeremonien – Allgemeine Bemerkungen

Kapitel 4:
Hindu-Tempel - Zeremonien, die dort stattfinden – Tempel auf Bergen – Pyramiden – Architektur der Pagoden – Form und Schmuck der Götterbilder; ihre Weihe – Säulen – Tempelpriester und –diener – Opferer – Tänzerinnen – Musiker – Indische Musik – Brahmanentricks und –kunstgriffe, um Gläubige anzulocken – Wunsch der Inder nach Kindern – Abstoßende Methoden, denen sie sich unterziehen, um welche zu bekommen – Besondere Zeremonien und Gelöbnisse – Prostitution in manchen Tempeln – Religiöse Martern – Entführung von Frauen – Berühmte Tempel - Tirupathi – Jagannath – Öffentliche Prozessionen – Allgemeine Bemerkungen

Kapitel 5:
Die Hauptgottheiten der Hindus – Brahman – Vishnu – Rāma – Krishna – Śiva – Das linga – Vighneśvara – Indra – Himmlische Wohnsitze dieser Götter – Svarga – Kailāsa – Vaikuntha – Satyaloka

Kapitel 6:
Tierkulte – Verehrung von Affen – Von Bullen – Des garudavogels – Von Schlangen – Von Fischen – Verehrung von bhūtas oder bösen Geistern – Menschenopfer

Kapitel 7:
Sachkulte – Der śālagrāma-Stein – Die tulasī-Pflanze – Das darbha-Gras – Der heilige Feigenbaum

Kapitel 8:
Zivil- und Kriminalgerichtsbarkeit – Bräuche, die mit dem Wucher zusammenhängen – Die verschiedenen Strafen – Gottesurteile – Weite Verbreitung des Meineids – Bemerkungen über die europäischen Gerichtshöfe

Kapitel 9:
Indisches Militär – Antike und moderne Methoden der Kriegführung – Wie ihre Armeen früher zusammengesetzt waren – Das Kriegsspiel namens "Schach", das von den Indern erfunden wurde – Die Poligars – Die verschiedenen Waffen, die man in Indien verwendete

Appendices

Appendix 1:
Die Sekte der Jains - Unterschiede zwischen den Brahmanen und den Jains

Appendix 2:
Der Ekādaśī oder der Elfte Tag des Mondes

Appendix 3:
Śivarātri oder Śivas Nacht

Appendix 4:
Regeln für Frauen während ihrer periodischen Unreinheit [(Auszug aus dem Nityakarman der Brahmanen und aus dem Padma-purāna)]

Appendix 5:
Notizen über den Ursprung des berühmten Jagannātha-Tempels [(Auszug aus den Tempellegenden)]

Appendix 6:
Die verschiedenen Gottesurteile

Nachwort: Dubois, Coeurdoux und die Jesuiten in Südindien

Anhang

Bio-Bibliographie Jean Antoine Dubois (1766-1848)

Zur Textgestalt

Literaturhinweise

Danksagung

Zum Herausgeber

Register

Sanskritbegriffe mit Worterklärungen

Personen-, Orts- und Sachregister